Sektion Contern – DuPont – Sandweiler

 nahm erfolgreichen Start.

22. April 1975

Aufmerksame Zuhörer im Saal (unten) und am Vorstandstisch während des Referats von Bezirkssekretär Ed. Michel (oben)

Bedingt durch die stetige Zunahme der Mitgliederzahl in der 1975 gegründeten Betriebsmannschaft DuPont de Nemours und die recht zahlreichen Neuanmeldun­gen aus den umliegenden Ortschaften beschloss der Bezirksvorstand des christlichen Gewerkschaftsbundes die Gruppierung aller Anhänger in einer Sektion Contern - DuPont - Sandweiler die regionalen Charakter haben soll

Etwa 60 LCGB-Sympathisanten, unter ihnen die Sandweiler Schöffen René Berns und Henri Majerus. Pfarrer Joseph Weisgerber und Rechtsberater Me Romain Lutgen aus Sandweiler hatten sich am Donnerstag abend zur Gründungsversammlung im Café Hoffinann-Kuth in Sandweiler eingefunden

Nach der Begrüßungsansprache von Jean Geiben namens der DuPont-Betriebsmannschaft referierte Bezirkssekretär Ed. Mischel über die Wichtigkeit einer LCGB-Sektion in dieser Region um die Hauptstadt.

Bezirkspräsident Camille Schwinninger war es vorbehalten in einem längeren Referat auf die Bedeutung einer christli­chen Gewerkschaft in unserer Zeit einzugehen, wo die allgemeine Kontestation groß sei. Der Redner erläuterte sodann die Ursachen. weshalb der LCGB sich vom OGB-L distanzierte. Neben dem Pluralis­mus, für den seine Gewerkschaftsorgani­sation seit jeher eintrete, nannte Schwin­ninger die Verwirklichung der christli­chen Wertvorstellungen in einer Einheits­gewerkschaft als Ding der Unmöglichkeit.

Den Beweis für seine Monopolhestrebungen habe der OGB-L unlängst geliefert mit der Auflösung der auf partnerschaftlicher Grundlage funktionierenden gewerkschaftlichen  Vertragskornmission. Währenddem der LCGB auf eben diese Partnerschaft setze und keinen Anspruch auf die Alleinvertretung der Arbeitnehmer erhebe, sei die sozialistisch gelenkte und sich als ,,Lehrmeister der Nation“ aufspielende „Einheitsgewerkschaft“ auf den Kollektivismus aus der indessen die menschlichen Werte zu kurz kommen lasse

Wenn auch der LCGB seine Eigenart und Autonomie behalten wolle, so hindere nichts ihn daran, aktiv in einer Dachorganisation mitzuarbeiten, wie Sie zur Zeit von fünf Syndikaten durchdiskutiert werde, schlussfolgerte der Bezirkspräsident

In den ersten Vorstand der in einer konstituierenden Sitzung die Ämterverteilung vornehmen wird, meldeten sich (in alphabetischer Reihenfolge): François Blingen, Félix Flesch, Jean Geiben, Fernand Graffé, Jean-Caude Jarbot, Théo Klein, Jean-Claude Leifgen, Charles Lessel, Mme Annette Lorent-Kehl, Jos Niclou, Albert Reuter, Marco Schmit, Giu­glielmo Venier und Jean Zeimes.

Nicht zuletzt dank der militanten Basisarbeit der DuPont Betriebsmannschaft zählt die neugegründete Sektion bereits über 200 Mitglieder

 

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