| Die Sektion "Uelzecht
- Syrdall"
Entstanden ist sie durch eine Handvoll Militanten, welche bei der im Dezember 1962 gegründeten Filiale der amerikanischen Chemiefirma Du Pont de Nemours in Contern beschäftigt waren. Mit
dem Bau dieses Werkes, das heute rund 1 300 Personen Arbeit bietet, wurde
Anfang 1963 begonnen und am 20. April 1964 wurde zur Vorbereitung der
Produktionsaufnahme eine Gruppe Elektriker eingestellt, welche vorerst
eine theoretische Ausbildung im Werk erhielten, genau wie die am 15. Juni
1964 beginnenden Operateure der Kraftzentrale. Die
ersten Produktionsarbeiter wurden am 17. August 1964 eingestellt, darunter
auch unser heutiger Ehrenpräsident und erster Sektionsvorsitzender,
Jean Geiben. Er stand dann auch bereits bei den ersten Ausschußwahlen
1965 für den LCGB auf der Kandidatenliste und tat sich bis zu seinem
Eintritt in den Vorruhestand am 1. April 1994 als unermüdlicher Militant
hervor. Als
die Belegschaft des Du Pont-Werkes immer größer wurde und sich
herausstellte, daß sich darunter viele LCGB-Mitglieder befanden, welche
fast alle in der Zentrale und nicht in einer Sektion eingeschrieben waren,
kamen einige Militanten auf die Idee bei Du Pont eine sogenannte ,,Betriebsequipe"
zu gründen, um den bis dahin sehr lockeren Kontakt zwischen den
LCGB-Mitgliedern im Werk zu intensivieren. Diese
,,Betriebsequipe" erblickte am 22. April 1975 im Cafe ,,Sandweiler-Gare"
das Licht der Welt, doch war die Aktivität wegen fehlender finanzieller
Mittel begrenzt. Deshalb wurde schon bald
bei der
Zentrale das Statut einer Betriebssektion beantragt, wie es bereits eine
solche bei ,,Heintz van Landewyck" gab. Wegen einer inzwischen
erfolgten Statutenönderung beim LCGB war jedoch eine neue Werkssektion
nicht mehr zuläßig. Um
trotzdem in den Genuß der Mitgljederprämien zu gelangen, begaben sich
einige Vorstandsmitglieder der ,,Betriebsequipe" in die Zentrale und
suchten dort aus der Kartei alle Mitglieder aus der Region
Contern-Sandweiler-Schüttringen, sowie von Du Pont heraus, welche in
keiner Sektion erfaßt waren. Da die Militanten keine Ruhe gaben, wurde
man sich schließlich mit Bezirkssekretär Ed Mischel einig eine
Regional-sektion in diesem
Raum zu gründen, zu der auch nach die Mitglieder der Gemeinde Hesperingen
zählen sollten. Am
22. Februar 1979 war es dann endlich so weit. Im Restaurant Hoffmann-Kuth
in Sandweiler trafen sich über 60 Personen um die Sektion zu gründen,
welche damals aus 165 Mitgliedern bestand, darunter über hundert Du
Pont-Arbeitnehmer. Nach während der Gründungsversammlung wurde der frühere
Bürgermeister von Sandweiler, Henri Majerus, als neues Mitglied
aufgenommen, so daß der heutige Pate unserer Fahne die lange Liste der
Neuaufnahmen eröffnete. Die
erste Vorstandssitzung fand am 27. Februar im gleichen Lokal statt, wobei
der Name der Sektion ,,Uelzecht- a Syrdall" ermittelt wurde. Dem
ersten Vorstand gehörten an: Jean Geiben (Präsident), Felix Fesch und
Jos Niclau (Vizepräsidenten), Fernand Graffe (Sekretär), Jean Zeimes (Hilfssekretär),
Jean-Claude Leifgen (Kassierer) und Francois Bliengen, Theo Klein, Charles
Lessel, Albert Reuter und Guill Venier als Beisitzende, während Pfarrer
Jos Weisgerber die Rolle des Aumoniers übernahm. Einer
der aktivsten Mitarbeiter war Gustav Stoltenhoff aus Itzig, der aus
Altersgründen zwar nicht offiziell für den Varstand kandidiert hatte,
diesem jedoch tatkräftig half. Leider sollte er uns bereits im Mai 1979 für
immer verlassen, ein Verlust, der nur schwer zu verkraften war. Er wird
aber von denen die ihn kannten, niemals vergessen werden! Die
ersten Jahren waren nicht leicht, fehlte es doch an einem geeigneten
Versammlungslokal, auf das wir bis 1985 warten mußten. Doch bereits ab
dem 9. März 1979 fanden Beratungsstunden im Café Massard in Sandweiler
statt. In diesem Lokal traf sich auch der Vorstand bis 1982, weshalb wir
Herrn Rene Massard und seiner liebenswürdigen Gattin noch heute danken möchten,
denn ohne ihre Gastfreundschaft wären die Anfangsschwierigkeiten noch
schwerer zu überbrücken gewesen! Ein
provisorisches Heim bot uns Pfarrer Weisgerber 1982 mit dem Festsaal ,,An
der Gässel" an, doch den entscheidenden Aufschwung erlebte die
Sektion mit der Einweihung des neuen Sektionsbüros im ,,Porzentrum"
am 7. November 1985. Die Mitgliederzahl nahm nun rapide zu und auch der
Vorstand wuchs, wobei besonders erfreulich war, daß dieser sich nun
nicht mehr fast ausschließlich aus Du Pontern zusammen setzte. Einen
ersten Höhenpunkt gab es am 18. Oktober 1986, als unsere Sektion mit der
Organisation des Krongreßes des Fachverbandes ,,Miftel- und
Kleinindustrie" seitens der LCGB-Zentrale beauftragt wurde. Dieser
ging im Festsaal der Oetringer Schule über die Bühne und wenig später,
d.h. am 21. März1987, fand der Bezirkskongreß ,,OstenZentrum" in
Hesperingen, also auch in unserer Sektion statt. Wir hoffen, daß wir bald
wieder einen Kongreß des LCGB bei uns empfangen können, denn das neue
Kulturzentrum in Sandweiler bietet dafür einen gebührenden Rahmen! Um
die gleiche Zeit fand Pfarrer Jos Weisgerber in der Sandweiler Pfarrkirche
eine Fahne des lokalen ,,Katholischen Arbeitervereins" aus dem Jahre
1914, woraufhin wir versuchten die Geschichte dieses Vorgängers der
christlichen Gewerkschaften zu ergründen. Was dabei herauskam, kann der
werte Leser an anderer Stelle erfahren. Fernand
Graffé ehemaliger Sektionssekretär Auszug aus
unserer Brochure. Fahne der Sektion Vorder und Rückseite Mit 15 Jahren sind wir sicher eine noch sehr junge Sektion in der Laufbahn einer 75 Jahrigen Geschichte eines LCGB's jedoch blickt dieser Stolze Vorstand auf eine relativ bewegte Entstehungsgeschichte zurück und nichts kann besser den Fleiß die Ausdauer und den Willensdrang dieses Vorstands wiederspiegeln als diese Fahne der von dem Präsidenten am P.C. entworfen und designt wurde und durch Herrn Marx aus Mondorf ausgeführt wurde. Die Fahne zeigt auf der Frontseite die beiden Wörter "Uelzecht" und "Syrdall", verdeutlicht in einem Mittelstreifen den Weg von 1979 bis 1994, die Fahnenweihe in begleitung der Mutterorganisation LCGB. Auf der Rückseite zeigt das Bild den Sitz Sandweiler durch das Vereinshaus der Christlichen Vereine. Linien vereinen die vier Ortschaften in denen seine Mitglieder ansässig sind, links oben der Kulturzentrum aus Contern (Henkesbau), recht oben die alte Burg aus Hesperingen, rechts unten das zu Münsbach gehörende Senninger Schloss und links unten der alte Saal an der Gässel aus Sandweiler. |