NF-Oszillatoren
copyright 2002: Claude Jacobs
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INDEX
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Einige nützliche Oszillatorschaltungen
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In manchen Anwendungen benötigt man Oszillatoren mit besonderen Eigenschaften, bzw. es stehen keine brauchbaren
Versorgungsspannungen zur Verfügung. Die folgenden Schaltungen zeigen einige nützliche Sonderformen. Bei
Leistungsstufen oder -endstufen (z.B. Schaltnetzteile, Ablenkeinheiten usw.) empfiehlt es sich, mit der nötigen
Sorgfalt zu prüfen, wie die Schaltung reagiert, wenn der Oszillator aus irgendeinem Grund fehlerhaft schwingt
oder gar aussetzt (durch Spannungseinbrüche im Netzteil usw.). Häufig betreibt man deswegen fremdgesteuerte
Endstufen mit einen Koppeltransformator, damit bei fehlendem Signal die Sekundärseite die Endtransistoren sperrt.
Abb.1: Die Zündspannung bei kleinen Glimmlampen liegt bei etwa 80V. Bei der Gasentladung stellen sie nahezu einen
Kurzschluß dar und können einen kleinen Kondensator entladen. Fällt dessen Spannung unter einen
bestimmten Wert, dann erlischt die Lampe und bildet einen hochohmigen Widerstand, so daß der Kondensator
erneut über R bis zur Zündspannung geladen wird. An der Glimmlampe entstehen so sägezahnähnliche Impulse
(siehe hierzu
Dreieck-/Sägezahn mit OPs
).
Abb.2: Ein Unijunction-Transistor dient zur Erzeugung einer ähnlichen Sägezahnform.
Ersetzt man der Ladewiderstand durch eine Konstantstromquelle, dann werden die Sägezahnflanken linear.
(siehe hierzu
Sägezahngenerator mit Transistoren
).
Abb.3: zeigt einen sogenannten "Negistor"-Oszillator mit "falschgepoltem" Transistor.
(siehe Beschreibung
NEGISTOR-Oszillator
)
Abb.4: Ähnlich sonderbar nutzt auch der Rauschgenerator (weißes Rauschen) die Emitter-Basis-Strecke in
umgekehrter Richtung. Beide letzteren Schaltungen nutzen den "Avalanche"-Effekt (ähnlich einer Tunneldiode) aus.
Abb.5: ist ein üblicher astabiler Multivibrator mit zwei Transistoren. Die Rechtecksignale der beiden Ausgänge
sind jeweils invertiert.
Abb.6: astabiler Multivibrator mit Komplementär-Transistoren.
Abb.7: zeigt einen astabilen Multivibrator mit Operationsverstärker. Das Verhältnis der beiden Widerstände
am nicht-invertierenden Eingang bestimmt die Hysterese und damit auch die Linearität der Dreieckspannung am
invertierenden Eingang.
Abb.8: astabiler Multivibrator mit TTL- oder CMOS- Inverter/Schmitt-Trigger.
(siehe hierzu
Digitale Oszillatoren
und
Digitale Quarz-Oszillatoren
).
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Abb.9 und 10: Sperrschwinger werden -wie auch die beiden nachfolgenden Schaltungen- oft zur
Hochspannungserzeugung bei Blitzentladungsröhren (Fotografie, Stroboskopie), Geiger-Müller-Zählrohren,
Gasentladungslampen ("Neonröhren") oder als Spannungsumsetzer (einfache Schaltnetzteile, Campingcar) eigesetzt
(siehe
Hochspannungsgenerator
und
PWM, Pulse Width Modulation
).
Abb.11: Gegentaktgenerator, "Multivibrator mit Spulen"
Abb.12: Rückgekoppelter Gegentaktgenerator
Abb.13: Wien-Robinson-Sinusgenerator.
Abb.14: Funktionsgenerator mit dem ICL8038 (Rechteck, Dreieck und Sinus).
Abb.15: Rechteckgenerator mit dem Timer-IC NE555.
(siehe Beispiel
Hochspannungsgenerator
).
Bei induktiven Lasten können sehr hohe Spannungsspitzen auftreten, die gegebenenfalls mit Dioden, Z-Dioden,
Varistoren (VDR), Kondensatoren usw. auf erträglichen Werte abgesenkt werden müssen. Alle hier gezeigten
Wertangaben sind nur Orientierungshilfen und benötigen je nach Verwendung eventuell eine Anpassung.
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copyright 2002: Claude Jacobs
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